Die Mittelstufe soll den Schülerinnen und Schülern eine gute Allgemeinbildung in fachlicher, personaler und sozialer Hinsicht eröffnen. Durch das breite Fächerangebot und das Angebot im Wahlbereich bereitet diese Stufe einerseits auf die Oberstufe vor.

Fachliche Bildung

  • Differenzierungsbereich in Klassen 8 und 9: Die Schülerinnen und Schülern können je nach Interesse zwischen fremdsprachlichen (Französisch/Latein) und naturwissenschaftlichen Fächern (Biologie-Chemie und Informatik), dem musisch-ästhetischen (Kunst) oder dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich (Europakunde) wählen. Zur eingehenden Beratung werden vor der Wahl Informationsveranstaltungen angeboten.
  • Wir werben im Hinblick auf die Notwendigkeit guter Sprachkenntnisse besonders intensiv für die Vorbereitungskurse auf den Erwerb des Diplôme d’Etudes en Langue Française (DELF).
  • Die in der Erprobungsstufe begonnene Einübung methodisch bewussten Arbeitens wird durch intensives Methodentraining - vorzugsweise im Rahmen des Fachunterrichts - fortgesetzt.
  • Fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen findet sowohl im Unterricht wie in einzelnen Projekten statt.
  • Parallelarbeiten bieten die Möglichkeit zur Überprüfung und zum Vergleich der erreichten Leistungsstandards. Hierbei erfolgt am NSG ein reger Gedanken- und Erfahrungsaustausch der in Parallelklassen unterrichtenden Lehrkräfte, die durch Absprachen bzgl. der Unterrichtsinhalte, -anforderungen und -methoden sowie der Bewertungskriterien ein gleich hohes Niveau sichern.
  • Alle Fächer bemühen sich gemeinsam, die Schülerinnen und Schüler im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern.
  • Besondere Begabungen und Interessen von Schülerinnen und Schülern werden weiter beobachtet und durch ein Zusatzprogramm gefördert (vgl. dazu Abschnitt „Individuelle Förderung am Nelly“).
  • Berufswahlorientierung: Schülerinnen und Schülern sollen nicht nur Informationen zu ihrer Berufs- und Ausbildungswahl erhalten, sondern sie sollen auch Entscheidungsstrategien erarbeiten und erproben, um eine begründete eigenverantwortliche Berufswahlent-scheidung zu treffen. Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt erhalten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht einzelner Fächer ab Klasse 9 (z.B. Training von Bewerbungs-schreiben und Bewerbungsgespräch) und in außerschulischen Institutionen (u.a. BIZ, Einstellungstest in der AOK).

Personale und soziale Bildung

Entwicklungspsychologisch fällt für die Schülerinnen und Schüler die Zeit in der Mittelstufe mit der Zeit ihrer Identitätsfindung zusammen. In der personalen und sozialen Bildung berücksichtigen wir dies einerseits durch Freiräume für Mitbestimmung, Mitgestaltung und Kritik, andererseits durch klare, akzeptierte und einzufordernde Leitlinien. Um den Erfolg der erzieherischen Maßnahmen sowie die Förderung der Motivation und Leistungsbereitschaft zu gewährleisten, streben wir eine enge Kooperation mit den Eltern an und rufen sie zu heimbasierter Unterstützung schulischer Maßnahmen auf.

  • Der Werteerziehung (vgl. Präambel) sind alle Fachlehrerinnen und Fachlehrer gemeinsam verpflichtet; darüber hinaus haben sie für die Bildung der Jugendlichen eine verantwortungsvolle Aufgabe als Vorbild.
  • Das Miteinander-Arbeiten und Miteinander-Umgehen wird durch Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler in der Klassengemeinschaft und in Arbeitsgruppen gezielt gefördert, unter besonderer Berücksichtigung von Teamfähigkeit, Toleranz, Solidarität und Umgangsformen.
  • Durch die Neuzusammensetzung der Klassen in der Jahrgangsstufe 8 erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, im neuen sozialen Kontext neue Kontakte zu schließen und sich neu zu positionieren. Gleichzeitig können die Lerngruppen durch eine homogenere Mischung, bezogen auf die Fremdsprachen- und Differenzierungskurswahlen, ihre fachlichen Schwerpunkte stärker nutzen und ausbauen.
  • Auch die mehrtägige SI-Abschlussfahrt in Klasse 9 und der Schüleraustausch mit den Niederlanden und Frankreich in Klassen 8 und 9 leisten hier ihren Beitrag. Darüber hinaus wird soziales Handeln im Übernehmen von Verantwortung für andere und in karitativen Aufgaben geübt (z. B. Seniorenbesuchsdienst, SV-Arbeit, Schulsanitätsdienst).