Fertigstellung dieses Beitrags70%

 

In der heutigen Gesellschaft wird den Jugendlichen immer vorgeworfen, sie interessierten sich nur für sich selbst und ältere Menschen seien ihnen nur eine Last. Doch es geht auch anders... Was möchte ein Mensch im Alter? Respekt, Würde, Gesundheit, Abwechslung, die Freude am Leben erhalten und vieles mehr.
Doch es wird für Familien immer schwerer die älteren Familienmitglieder zu Hause mit zunehmenden Alter zu pflegen und zu umsorgen.
Für dieses Problem gibt es Seniorenheime, die für eine möglichst gute Rundum-Versorgung der Senioren sorgen sollen. Möglichst gut? Hier gibt es leider Einschränkungen. Auf viel zu viele Bewohner eines Hauses kommen viel zu wenige Pfleger und sonstige Betreuer. Dies ist leider eine Tatsache in der Mehrheit der Seniorenheime. Doch es gibt einen kleinen Lichtblick, der das Wohlbefinden der Bewohner ein wenig erhöhen kann –  freiwillige und ehrenamtliche Helfer. Genau diesen Weg versucht das Seniorenheim St. Hubertusstift in Neuss zusammen mit unserer Schule schon seit mehr als 15 Jahren zu gehen – mit positiver Resonanz. Alle zwei Wochen findet im Hubertusstift für die Bewohner der Besuch der Schüler des Nelly-Sachs-Gymnasiums statt. Die Bewohner sehen diesem Ereignis immer freudig entgegen und freuen sich auf die gemeinsamen Aktivitäten.

Bei gutem Wetter ist es uns Schülern immer eine Freude die Senioren an der frischen Luft spazieren zu fahren. Über den nah gelegenen Kinderbauernhof und den angrenzenden Wald geht die Reise, bei der das Leuchten auch in den Augen der sonst verschlossenen und ihrer eigenen Welt lebenden Bewohner selten ausbleibt. Die Momente der Freude in der Natur zu sein und nicht im stickigen Zimmer, des Sehens und Berührens von Tieren und die Gespräche von Jung und Alt, Alt und Jung bleiben im Gedächtnis. Sie geben uns Schülern ein gutes Gefühl etwas getan zu haben. Die Senioren danken uns immer herzlichst, doch auch ein einfaches Lächeln oder das besagte Leuchten der Augen bestätigen schon, dass unser relativ geringer Zeitaufwand doch viel Abwechslung und Lebendigkeit in ihr sonst doch eher tristes Leben bringen. Wenn einmal schlechtes Wetter sein sollte, dann halten wir uns im Haus auf. Dann werden die Gesellschaftsspiele heraus geholt (am beliebtesten sind Mensch ärger dich nicht!, Halma und Mühle), die Bastelutensilien werden gezückt oder die Kochlöffel geschwungen. Gedächtnistraining ist wird immer beliebter, da sich an alte Zeiten erinnert werden kann und das Gehirn zum Arbeiten gebracht wird. Mit Spaß und Freude sind wir alle dabei, Jung wie Alt. Auf weitere Jahre, die uns ein gutes Gefühl geben etwas bewegt zu haben – die Herzen der Senioren des St. Hubertusstifts in Neuss.