Ziele

Das Ziel des Vertretungsunterrichts ist die Qualität und die Kontinuität des Unterrichtes so weit wie möglich zu erhalten. Deshalb soll dieses Konzept Eindeutigkeit, Transparenz und Berechenbarkeit für Schüler, Eltern und Lehrer schaffen. Zur angemessenen Organisation von Vertretungsunterricht wurden folgende Maßstäbe bei der Entwicklung angelegt:

  • Schüler haben ein Recht auf Unterricht, Eltern erwarten eine sinnvolle Betreuung.
  • Vertretungsunterricht ist grundsätzlich Unterricht, in der Regel auch Fachunterricht.
  • Hausaufgabenbetreuung ist kein Vertretungsunterricht.
  • Die Mehrarbeit, die durch den Vertretungsunterricht anfüllt, soll gleichmäßig verteilt werden.

Umsetzung

Die Maßnahmen zur Umsetzung von Vertretungsunterricht sollen gleichermaßen schnell, flexibel und gerecht sein. Die rechtliche Grundlage dazu bildet die Allgemeine Dienstordnung (ADO §10 und §11)
1. Kurzfristiger Vertretungsunterricht Kurzfristig notwendig werdender Vertretungsunterricht wird über ad hoc-Vertretungen geregelt, dazu ist ein Bereitschaftsplan angelegt. Vorrangig zur Vertretung werden Lehrer der Klasse eingesetzt, die ihren Fachunterricht fortführen.
Sind Aufgaben des Fachlehrers vorhanden, so werden diese möglichst durch einen Fachlehrer gestellt, der auch Hilfestellung bei der Bearbeitung gibt.
Sind weder Lehrer der Klasse noch Aufgaben des Fachlehrers verfügbar, greift der Vertretungslehrer auf einen Materialordner mit jahrgangsbezogenen Aufgaben zurück. Sollten nicht genügend Vertretungskräfte zur Verfügung stehen, wird im Ausnahmefall eine betreuende Aufsicht durch Kollegen in Nachbarräumen eingerichtet. 2. Absehbare längerfristige Abwesenheit Im Falle einer absehbaren Abwesenheit einer Lehrkraft bis zu zwei Wochen Dauer wird vorrangig durch Lehrer der Klasse vertreten, die ihr Fach weiter unterrichten. Nach Absprache mit der Vertretungsplanung erfolgt Fachvertretung mit Aufgaben des Fachlehrers. Im Falle längerfristiger Abwesenheit wird eine Dauervertretungsregelung als Fachvertretung eingerichtet. Diese folgt nicht notwendigerweise dem Bereitschaftsplan, sie wird über Mehrarbeit abgerechnet. Gegebenenfalls werden ,,Geld-statt-Stellen"-Kräfte beantragt.

 

Organisatorisches

Allgemeines

  • Die Krankmeldung eines Lehrers erfolgt am ersten Tag telefonisch bis spätestens 7.30 Uhr im Sekretariat. Dies gilt auch für Verspätungen.
  • Alle Kollegen nehmen mehrmals am Tag Kenntnis über den Stand des Vertretungsplans, zumindest vor und nach dem eigenen Unterricht.
  • Der Aushang des Vertretungsplans erfolgt – wenn möglich – für mehrere Tage im Voraus, spätestens bis zum Beginn der zweiten großen Pause für den nachfolgenden Tag.
  • Die Schüler bringen zu jeder angekündigten Vertretungsstunde ihre Arbeitsmaterialien für das jeweilige Fach mit.

Vertretungen in der SI

  • Bei vorhersehbaren Vertretungen (z.B. bei Klassen- und Studienfahrten) stellt die zu vertretende Lehrkraft Material für den Unterricht zur Verfügung, auf die die Vertre-tungslehrkraft zurückgreifen kann oder soll, je nach Vorausbestimmung der zu vertretenden Lehrkraft. Hierzu wird nach Möglichkeit eine Fachvertretung eingerichtet.
  • Die zu vertretende Lehrkraft sollte kenntlich machen, ob die Vertretungsaufgaben zwingend notwendig für den weiteren Verlauf des Unterrichts sind.
  • Aufgaben für den Vertretungsunterricht werden bei der Vertretungsplanung abgegeben, gekennzeichnet mit Klasse und Schülerzahl.
  • Sollten bei kurzfristiger Krankmeldung Aufgaben elektronisch übermittelt werden, so ist bei der telefonischen Krankmeldung darauf hinzuweisen.
  • Um allgemeine Grundkompetenzen eines Faches zu üben und zu wiederholen, wird zusätzliches Material für den Vertretungsunterricht im Lehrerzimmer bereitgestellt.
  • Die Fachschaften erarbeiten jahrgangsbezogene Materialordner. Die Bearbeitung eines Arbeitsblattes durch eine bestimmte Klasse wird mit Datum und Paraphe abgezeichnet.

Regelung in der SII Zur Sicherung von Lernzeit werden für Oberstufenkurse möglichst Arbeitsblätter zum eigenverantwortlichen Arbeiten (EVA) zur Verfügung gestellt. Die Verteilung erfolgt über einen Materialständer vor dem Lehrerzimmer. Die Oberstufenschüler werden zu Beginn des Schuljahres über diese Vorgehensweise informiert.